2.2 Pinaroli 1725

Giovan Pietro Pinaroli, Trattato delle cose più memorabili di Roma, Roma 1725

Dg 450-3256/2 Coll. rom. II

Der Trattato delle cose più memorabili di Roma (Abhandlung über die denkwürdigsten Dinge Roms) bietet dem Leser einen detaillierten Überblick über zahlreiche Privatsammlungen und stellt damit eine alternative und ergänzende Quelle zu dem bekannteren Mercurio errante (1693) dar. Obwohl das Werk in zwei Bände gegliedert ist, folgt es nicht der üblichen Trennung zwischen antiker und moderner Stadt, sondern behandelt im selben Band abwechselnd heidnische Monumente und christliche Bauwerke. Der Erfolg auf dem Buchmarkt muss beachtlich gewesen sein, da die Abhandlung nur drei Jahre nach der Erstausgabe (1700) bereits 1703, 1713, 1721 und schließlich 1725 erneut aufgelegt wurde – letztere in einer zweisprachigen Ausgabe (Italienisch–Französisch), gedacht „für Fremde, die kommen, um die Sehenswürdigkeiten Roms zu bewundern“.

Der Autor bleibt eine eher schwer greifbare Figur im kulturellen Leben Roms zu Beginn des 18. Jahrhunderts: Der französische Musikwissenschaftler Adrien de La Fage bezeichnete Pinaroli als „antiquaire et professeur de langues“ (Antiquar und Sprachlehrer). Er war Mitglied der Accademia dell’Arcadia, (Gesellschaft der Arkadier) und wirkte in jenen Jahren als Führer für zahlreiche Ausländer, die von jenseits der Alpen nach Rom kamen.

Einige der in der Ausgabe von 1725 enthaltenen Kupferstiche – etwa diejenigen von Giovan Battista Piranesi – sind spätere Ergänzungen, die eigens hinzugefügt wurden, um das Werk für den Buchmarkt attraktiver zu machen. [AC]

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