2.5 Riggs Miller 1776
Anna Riggs Miller, Letters from Italy, London 1776
Fa 170-3761/2 raro IV
Anna Riggs Miller (1741-1781) ist eine der wenigen weiblichen Reisenden, deren Aufzeichnungen publiziert wurden. Sie sind in Form von Briefen verfasst, durch die die Autorin ihre Mutter an der gemeinsam mit ihrem Ehemann unternommenen Grand Tour 1770-1771 teilhaben lassen wollte. Zu Beginn des dreibändigen Werkes erklärt sie, sich mit Aspekten zu befassen, die in anderen Reiseführern nicht gebührend berücksichtigt wurden, und belebt ihren Bericht durch zahlreiche Anekdoten und alltägliche Beobachtungen. Im 2. Band (S. 189, 6. Januar 1771) hat sie Rom erreicht, wo sie zunächst über ihre Einführung in die Gesellschaft berichtet. Nach einem Aufenthalt in Neapel (Briefe ab dem 12. Januar) schreibt sie ab dem 20. März wieder aus Rom, wobei sie sich detailliert dem städtischen Leben widmet, ihr ernsthaftes Interesse aber ebenso dokumentiert, wenn sie den Erwerb von Ridolfino Venutis Descrizione topografica e istorica di Roma moderna (S. 390) vermerkt, oder über die Korrektheit der Darstellungen von Piranesi und Sadler räsoniert (S. 391). Der Romaufenthalt setzt sich im 3. Band bis in den Mai fort, wo sie die Karwoche in Sankt Peter verfolgt, genau über alle Zeremonien berichtet und ihre Besichtigungen der antiken Stätten, Museen, Kirchen sowie der Villen in der Stadt und ihrer Umgebung dokumentiert. Am Ende des 3. Bandes befindet sich als Appendix eine Beschreibung des Ponte di Veja in italienischer Sprache, sowie ein Index, der Personen und Orte umfasst. [PH]



